Sind wir mal ehrlich: nicht jeder zählt zu diesen organisierten Menschen. Ich bin eine gute Mischung: mal absolut organisiert (vor allem auf der Arbeit) und dann wiederum alles auf den letzten Drücker. So bin ich eben und ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, dass ich unter Druck am Besten arbeite und funktioniere. 

9 Dinge, die du vor der Geburt erledigen solltest

Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass ich nach der Geburt unserer Großen das ein oder andere erledigen musste, das ich definitiv schon vorher hätte machen sollen. Damit euch das erspart bleibt und ihr euch mit einem ruhigen Gewissen auf die Geburt “freuen” könnt, hier mal eine Liste mit Dingen, die ihr unbedingt vor der Geburt erledigen solltet.

1. Babysachen kaufen, waschen und sortieren

Eigentlich ist das ja offensichtlich und meist ist das eines der ersten Dinge, die die überglückliche Mom-to-be erledigt: Babykleidung kaufen. Ich hatte mich in der ersten Schwangerschaft ziemlich zurückgehalten, schließlich hatte ich so viele tolle gebrauchte Kleider bekommen. Und dann waren da diese Sprüche: “kauf ja nicht so viel in kleinen Größen! Da hat unser Kind nie reingepasst!”

Irgendwie hatte ich somit erwartet, dass wir ein riesiges Baby bekommen und hatte kaum irgendetwas in einer kleinen Größe. Das Resultat? Alles, und damit meine ich alles, war für unsere 49cm große Maus viel zu groß. Schnell losziehen und was Neues kaufen? Klar, kann man machen, aber irgendwie hatte ich so viel andere Dinge zu tun wie Windeln wechseln, Unfälle auswaschen, stillen und… stillen.

Mein Tipp: sortiere die Kleidungsstücke vorher halbwegs ordentlich und achte darauf, dass du in allen Größen etwas hast. Und aufgepasst: die meisten Sachen fallen je nach Marke ganz unterschiedlich aus (was das Ganze dann auch noch ein bisschen spaßiger macht).

2. Mama-Essentials für Untenherum besorgen

Gefühlt braucht man für die Zeit nach der Geburt mindestens genauso viele Dinge für sich selbst wie für das Baby. Wieso? Weil du bluten wirst. Sehr stark sogar und das wochenlang. Ganz großartig. Tampons sollst du nicht verwenden, also decke dich unbedingt schon rechtzeitig mit ausreichend Oldschool-Binden ein. Meine Erfahrung hat gezeigt (zumindest hier in den USA), dass es sich lohnt, hier zum Markenprodukt zu greifen. Es macht tatsächlich einen Unterschied.

In den USA greift die Mama nach der Geburt auch gerne mal zu Windeln. Ja, ihr habt richtig gelesen: Windeln. Nach der Geburt meiner Großen war ich zwar kein großer Fan davon, aber hier habe ich sie wieder griffbereit liegen. Wer weiß, vielleicht ist mir dieses Mal mehr danach.

3. Stillartikel kaufen

Ja, du wirst sie bestimmt benötigen: diese Stillpads für in den BH. Ich habe dieses Mal vorgesorgt und habe meine ganze Schublade damit gefüllt. Denn wenn du keine Probleme mit dem Stillen und ausreichend Milch hast, so läuft deine Brust gerne mal aus. Beispielsweise dann, wenn du gerade stillst. Bitte was? Ja. Die andere Brust. Ist es nicht verrückt, was der Körper so macht?

Auch hier kann ich nur empfehlen, verschiedene Marken durchzuprobieren. Ich habe meine Lieblingsmarke gefunden und möchte auch gar nichts anderes mehr benutzen.

Außerdem ist es ratsam, einen Still-Tee griffbereit zu haben. Ob es was bringt oder nicht sei mal dahin gestellt, aber eins kann ich euch sagen: wenn man Probleme mit dem Einschießen der Milch oder der Milchmenge hat, dann kommt schnell Verzweiflung auf. Da kann ein Tässchen Tee Wunder wirken.

Dann noch etwas, was man nicht vergessen darf: Still-BHs. Oh ja, auf die kann man einfach nicht verzichten. Natürlich ist es schwierig, diese schon vor der Geburt zu kaufen, da man nie weiß, wie sich die Brust nach Einschießen der Milch verändert. Meine Brust, die ohnehin schon viel zu groß war, explodierte noch einmal nach der Geburt – Horror kann ich euch sagen. Also trabte ich – mit Neugeborenem – zum nächsten Target und shoppte nach einem Still-BH. Das tolle? Ich hatte so viel Milch, dass ich regelrecht vor mich hintropfte und verzweifelt versuchte, keinerlei Milch auf einen der BHs zu bringen. Nahezu unmöglich und ich war am Ende schweißgebadet. Mal wieder typisch Bine. Dieses Mal bin ich vorbereitet und habe diverse Still-BHs in der Schublade.

Dann noch etwas, was du unbedingt besorgen solltest: Lanolinsalbe oder ein ähnliches Produkt deiner Wahl, das deine Nippel wieder auf Vordermann bringen wird. Denn ganz im Ernst: stillen tut manchmal weh und diese kleinen, hungrigen Babys werden dir deine Nippel zerstören. Eincremen wirkt da Wunder. 

Hier bei uns in den USA gibt es dann noch diverse andere Produkte zum “Nippelschutz”: komische Überstülpteile und solche Plastikschalen, die man nachts über die Brustwarze legen kann, sodass diese nicht am BH oder Shirt klebt. Was es nicht alles gibt (und gerade in meiner Schublade darauf wartet, ganz bald herausgeholt zu werden).

4. Windeln und Tücher besorgen

Klingt vermutlich überflüssig zu erwähnen, da das ja selbstverständlich ist. Aber ich wollte noch einen Tipp loswerden: legt euch am Besten eine kleinere Packung der kleinsten Windelgröße zu. Denn wer weiß wie groß euer Kleines am Ende ist. Eine kleine Packung reicht aus, um die ersten Tage oder die erste Woche zu überstehen. Du hast ein winziges Baby? Dann bestell gleich noch mehr. Ansonsten kannst du vermutlich eher früher als später zur nächsten Größe greifen.

Ja, diese Tücher…ich hatte so viele davon gebraucht. Denn ganz egal wie sparsam man auch sein will, auch dir werden sie begegnen: diese “Blowouts”, die bis zum Rücken hoch gehen oder das ganze Bein herunterlaufen…

5. Putzen…bitte was?

Hochschwanger putzen? Ganz genau. Ist vermutlich noch angenehmer, als das nach der Geburt zu tun. Nicht falsch verstehen, ich sage ja nicht, dass du dein ganzes Haus putzen sollst. Aber wenn dich beispielsweise dieses dreckige Fenster schon seit Wochen stört, dann ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt, um mal drüber zu wischen. Und wenn nicht, dann auch ganz egal. Wenn euer Baby erstmal da ist, dann habt ihr sicherlich Besseres zu tun. Stillen zum Beispiel.

Außerdem kommt dieser Putztrieb vermutlich von ganz von selbst. Denn kurz vor der Geburt neigen wir Mamas dazu, noch schnell alles auf Vordermann zu bringen. Eigentlich doch praktisch, oder? Dann kommt man immerhin nach dem Krankenhaus nicht ins allergrößte Chaos.

6. Krankenhausbesuch abklären

Zugegeben, ich musste mich nie darum kümmern. Warum? Weil ich hier in den USA keine Familie habe und mich darüber gefreut hatte, dass mich ein paar Freunde besuchen kamen. Aber immer wieder höre ich, dass das Thema Krankenhausbesuch zu Streitereien in Familien führt. Denn jeder freut sich so riesig auf das Baby und möchte es am Liebsten schon im Krankenhaus sehen, während bei Mama schon beim Gedanken daran Panik aufsteigt.

Mein Tipp: sprecht rechtzeitig an, was ihr (also die Eltern des Babys) wünscht. Ihr wollt nur Omas und Opas im Krankenhaus? Dann sagt das auch so. Es ist euer Baby und ihr ganz alleine entscheidet, was ihr wollt. Zwar werdet ihr enttäuschte Gesichter sehen, aber so ist das eben. Euer Wunsch muss von Freunden und Familie respektiert werden.

7. Geschenk und Babysitter für das Geschwisterchen

Ja, wir alle freuen uns auf das Baby. Da kann es schnell passieren, dass man diesen sehr wichtigen Punkt vergisst: der Neuankömmling bringt eine große Veränderung für die Geschwister mit sich. Plötzlich ist da dieses Baby, was alle Aufmerksamkeit bekommt. Deshalb ist es schön, wenn das Baby den Geschwistern etwas mitbringt. Das muss nichts Teures sein, sondern einfach irgendetwas, das deine Großen glücklich macht. Für die Einen ist es eine Tüte Gummibärchen, für die Anderen ein Buch. Egal wie – dein Kind wird sich sehr darüber freuen.

Und dann ist da noch die Sache mit dem Babysitter. Wer kümmert sich um euer Kind wenn es los geht? Oma und Opa? Freunde? Egal wer auf Abruf bereit ist – geht sicher, dass Handys auf laut gestellt sind und ihr eventuell auch eine Alternative habt. Das ist nicht immer einfach zu organisieren (besonders wenn man keine Familie vor Ort hat), aber kann die Mom-to-be sehr beruhigen. Ach, und nicht vergessen die Tasche fürs Kind rechtzeitig zu packen: Snacks, Windeln, Kleidung, Spielsachen – was auch immer dein Kind braucht.

8. Krankenhaustasche packen

Ja, hier bin ich Experte – oder auch nicht. Denn ich muss zugeben, dass ich bei meiner Tochter in den Wehenpausen noch aufgeregt das ein oder andere in die Tasche warf. Das hätte man definitiv auch schon früher erledigen können. Aber so bin ich eben. Also: Tasche rechtzeitig packen mit allem, was man im Krankenhaus so benötigt.

9. Essen einkaufen und vorkochen

Wenn das Baby erstmal da ist, dann hat man vermutlich nicht ganz so viel Lust auf eine große Kocherei. Deshalb kann es ganz schön hilfreich sein, wenn man sich schon vorher das ein oder andere Gericht vorkocht und einfriert. Und mal ganz ehrlich: eine Tiefkühlpizza, Pommes oder ein Döner schmecken ja auch ganz gut zwischendurch.

 

Meine Lieben, ich hoffe, dass ich euch mit diesen Tipps ein wenig helfen konnte. Aber selbst wenn ihr am Ende total unvorbereitet ins Krankenhaus gehen solltet – keine Sorge. Das Baby wird schon irgendwie zur Welt kommen und alles was ihr braucht sind Windeln, Brüste und vor allem: ganz viel Liebe. In diesem Sinne: alles Gute für eure restliche Schwangerschaft,

 

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