Nun war es soweit: ich war der festen Überzeugung, dass unsere Bauchbewohnerin das Licht der Welt erblicken will. Angefangen hatte alles damit, dass ich abends auf einer Verabschiedungsparty in einer Surferkneipe hier bei uns war und immer wieder diese Braxton Hicks Übungswehen hatte. Eigentlich ja nichts besonderes, aber irgendwie kamen sie ganz schön dicht aufeinander.

Ich beschloss also, nicht als Letzte zu gehen. Zuhause angekommen ging es dann so weiter. Immer wieder hatte ich diese Übungswehen. Eigentlich hatte ich auf dem Heimweg noch Hunger gehabt, aber irgendwie war mir jetzt so ganz und gar nicht nach essen. Also saß ich hier rum und auf einmal war er da, dieser Schmerz, der mich schlagartig 2,5 Jahre zurückkatapultierte, nämlich an den Tag der Geburt meiner Tochter.

Wehen in der 37. SSW

Warum ausgerechnet heute?

Plötzlich schmerzte es ganz doll im Rücken, alles spannte sich an und es tat ziemlich weh. Das waren sie also, meine Wehen. In mir brach eine leichte Panik aus. Oh nein, du bist überhaupt nicht ready! Warum ausgerechnet heute? Du hast heute deinen Schwager an den Flughafen gebracht! Muss ich die Maus gleich wecken? Hab ich für sie denn alles gepackt? Was habe ich sonst noch vergessen?

Ich lief also ein “wenig” aufgeregt durchs Haus, packte noch ein paar Sachen und war der festen Überzeugung, dass unser kleines Wunder spätestens am nächsten Tag zur Welt kommen würde. Spoiler: auch jetzt, zwei Tage später, ist noch kein Baby da.

„Go to the hospital“

Wehenapp: Ab ins KrankenhausWie auch immer, ich öffnete meine Wehen-App und drückte bei jeder Wehe brav auf den Button. Beim vierten Mal erhielt ich dann auch schon die Info, dass es jetzt an der Zeit wäre ins Krankenhaus zu fahren. Hm. Der Wehenschmerz wurde auch immer schlimmer und ich sagte zu meinem Mann, dass ich nicht ewig so zuhause rumsitzen wolle. 

Wir riefen also im Krankenhaus an und teilten mit, dass ich alle 2-5 Minuten Wehen habe, die 1-2 Minuten andauern. Die Frau am Telefon meinte, dass wir uns dann langsam aber sicher auf den Weg ins Krankenhaus machen sollten.

Wir warteten noch ein bisschen (denn wie mein Mann so schön sagte: damals hattest du schlimmer ausgesehen). Der Schmerz war mittlerweile so schlimm, dass ich bei jeder Wehe “oh nein” dachte, mich auf meine Atmung konzentrierte und nicht sprechen konnte.

So müde…

Mittlerweile war es 1 Uhr nachts und ich war so müde. Und auf einmal passierte das Komischste überhaupt: der Wehenschmerz wurde ein bisschen besser und auch die Abstände wurden größer. Ich lag also auf der Couch, todmüde, und war kurz davor einzuschlafen. Aber durfte ich jetzt schlafen? Was war da los?

Mein Mann rief also noch einmal im Krankenhaus an und teilte mit, dass die Wehen weniger geworden waren. Daraufhin wurde ihm mitgeteilt, dass wir ins Krankenhaus kommen sollten, wenn die Wehen wieder regelmäßig seien.

Fehlalarm

Tja, und das war’s auch schon. Ich bin irgendwann ins Bett gegangen und habe gehofft, dass ich noch ein paar Stunden schlafen kann, bevor es los geht. Denn irgendwie habe ich mich total entkräftet gefühlt. Ab und zu wachte ich auf, hatte eine kleinere Wehe und die Maus kickte wie verrückt. Dann wachte ich auf, weil mein Bauch so laut knurrte.

Um 4:30 Uhr stand ich also in der Küche, trank ein Glas Wasser und stopfte eine Scheibe Brot in mich hinein. Dann wieder ab ins Bett.

Was seitdem passiert ist? Nichts. Außer, dass mich das Ganze ziemlich verwirrt hat. Was genau war das denn? Sowas kenne ich absolut nicht aus der ersten Schwangerschaft. Sollte es sich dabei wirklich um Senkwehen gehandelt haben? Können die denn wirklich so schmerzhaft sein?

Wenn man googelt, dann findet man zahlreiche Storys von Frauen, die immer mal wieder sehr schmerzhafte Senkwehen hatten. Doch eigentlich sollten die nicht ganz so regelmäßig und dicht aufeinander sein. Wie auch immer, ich habe keine Ahnung und versuche, mich nicht verrückt zu machen.

Die Ruhe vor dem Sturm oder so ähnlich

Die Erfahrung von Montag war definitiv ein “netter” Vorgeschmack auf das, was da auf mich zukommt. Morgen habe ich wieder einen Arzttermin bei meiner Frauenärztin und dann wird man ja sehen, ob sich der Muttermund weiter geöffnet hat. Bin gespannt, was sie sagt.

Das war es also, mein verrücktes Wehen-Erlebnis aus der 37. Schwangerschaftswoche. Ein Spaß, kann ich euch sagen! Fühlt euch wie immer fest gedrückt und drückt mir die Daumen, dass das jetzt nicht noch drei Wochen so weiter geht,

 

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