Arbeiten mit Kind von zuhause. Na klar.

So, es ist jetzt 23:30 Uhr und Mama sitzt vor ihrem Computer und tippt fröhlich vor sich hin. Früher, und damit meine ich pre-baby, hätte ich hier ganz entspannt gesessen, mir einen Tee gemacht und gedacht: „die Nacht ist ja noch jung! Morgen einfach ein bisschen länger schlafen.“

Tja, diese Zeiten sind vorbei. Jetzt denke ich ständig „schnell ins Bett, wer weiß wann die Kleine morgen aufwacht.“ Aber damit nicht genug, da kommt noch ein anderer Gedanke: „Was zur Hölle mache ich nur, wenn sie heute Nacht mit Zahnschmerzen aufwacht??“ HORROR.

Diese Gedanken sind der Grund dafür, weshalb ich seit der Geburt meiner Tochter abends nicht mehr ganz so entspannt vor mich hinarbeite. Und dabei bin ich doch abends am Produktivsten! Und mal ganz ehrlich: wann soll ich sonst an meinen Projekten arbeiten? Während sie ganz lieb in der Ecke sitzt und vor sich hinspielt? Ha, Wunschvorstellung!

Arbeiten mit Kind von zuhause – nicht immer ganz so einfach. Und genau darüber habe ich heute mit meiner Freundin gequatscht. Sie ist frischgebackene Mama und arbeitet an ihrem Modeschmuck für Etsy. Heute wollte sie doch tatsächlich wissen, wie man mit Kind überhaupt noch zum Arbeiten kommt. Denn ihre Kleine will so gar nicht ohne ihre Mama schlafen. Was sagt man also einer Freundin, deren Baby sich gerade auf dem Höhepunkt ihrer Schlafstunden befindet? Nicht einfach, ganz und gar nicht einfach. Ich möchte ihr ja nicht all ihre Illusionen rauben.

Bei uns war es nämlich so, dass ich nach Hailey’s Geburt noch die meiste Zeit hatte um an meinen Webseiten zu arbeiten. Danach ging es dann regelrecht bergab. Und ich meine nicht nur ganz langsam bergab, sondern eher wie die Aktienkurse während des Crashes in 2008. Lasst mich das Ganze kurz graphisch darstellen.

Die empfundene Zeit an Schlaf pro Tag:

1. - 3. Monat
4. - 6. Monat
7. - 9. Monat
10. - 12. Monat
ab 1. Lebensjahr

Was ich euch damit sagen will? Ganz einfach – am Anfang schlafen die Kids noch am Meisten:

Eat, poop, sleep, repeat.

Deshalb kann ich euch nur raten, dass ihr diese (Frei-) Zeit genießt solange es noch geht. Mit jedem Lebensmonat steigt nämlich das Bedürfnis eures Kindes, mit euch die Zeit zu verbringen – und dabei meine ich die 100%ige Aufmerksamkeit. Nebenher was machen? Nicht ganz so einfach und von den meisten Kiddos nicht akzeptiert (was sie uns auch gerne mal mithilfe eines klitzekleinen Wutausbruchs zu verstehen geben).

Natürlich ist mir bewusst, dass nicht jede Mama am Anfang so viel Freizeit hat. Denn alle Kinder sind unterschiedlich und während das Eine ganz friedlich vor sich hinschlummert, schreit das Andere der Mama die Ohren ab und will so ganz und gar nicht vom Arm runter. Ich hatte eben das schlummernde Baby und hatte somit am Anfang noch sehr viel Zeit für mich.

Wenn man sich das hier so durchliest, dann könnte man glatt meinen, dass ich am Liebsten mein Kind den ganzen Tag ins Bettchen stecken würde. Nein, so meine ich das nicht. Ich verbringe sehr gerne die Zeit mit meiner Tochter. Es gibt nichts Schöneres und ich bin nicht ohne Grund im Mamafieber. Aber ihr Mamas da draußen wisst bestimmt ganz genau was ich meine: ein bisschen Zeit für sich selbst tut immer gut. Insbesondere dann, wenn eben keine Oma vor Ort ist und sich die Zeit für einen selbst auf eine Stunde Mittagsschlaf beschränkt.

Aber was tun mit dieser Freizeit?

Was man mit dieser babyfreien Zeit anfängt ist natürlich jedem selbst überlassen. Und es ist auch ganz egal, ob du die Zeit für deinen eigenen Mittagsschlaf, eine Tasse Kaffee mit deiner besten Freundin an der Strippe oder eben für Dinge wie das Basteln an deiner Webseite nutzt. Wichtig ist nur, dass auch du eine Pause hast. Und da diese Pausen immer kürzer und weniger werden, sollte man sie einfach noch genießen solange man sie hat. Das ist eigentlich auch schon alles. 🙂

Macht’s gut,

2 Kommentare
  1. Nina
    Nina sagte:

    SO TRUE!
    sobald die Kleinen im Bett liegen, wird der Faulenzer-Modus angestellt. Mittagessen (was schnelles) vor dem TV und mit dem Laptop auf dem Schoß. Aufräumen? ummmm nope (und ganz ohne schlechtes Gewissen) … warum auch 😉 wird ja eh gleich wieder alles durcheinandergeworfen.

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    • Bine
      Bine sagte:

      das ist die richtige Einstellung!! Warum aufräumen wenn es gleich danach wieder genauso aussieht! Trotzdem habe ich dann ab und zu ein schlechtes Gewissen…aber bevor ich einen Vorher-Nachher-Effekt sehe wird hier eh nichts gemacht. Man muss es ja nicht übertreiben.. 😉

      Antworten

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