Für die Einen ist es ihr Geburtstag, für die Anderen das Weihnachtsfest – jeder hat so seinen Lieblingstag im Jahr. Mein Lieblingstag ist der Swap-Day. Und zu meiner Freude findet der gleich zweimal jährlich statt. Nein, es ist kein amerikanischer Feiertag und nein, man tauscht auch nicht die Ehemänner untereinander aus (wäre aber auch mal eine Idee). Aber was ist es dann?

Ganz einfach. Es ist ein Event meines „Mother’s Clubs“. Dieser Mother’s Club ist das Beste überhaupt, denn für eine kleine Jahresmitgliedschaft kriegt man so einiges geboten: Playgroups, mom’s night out (oh wie ich diese Events liebe! Ein Gläschen Wein geht doch immer), mindestens zwei Partys im Jahr, Ausflüge nach Napa und vieles, vieles mehr.

Höchstwahrscheinlich haltet ihr mich für wahnsinnig, denn ich gehöre doch tatsächlich zu den verrückten Mamas die ihr Kind bei einer Modelagentur beworben haben. Aber bevor ich euch von unserer Erfahrung als Kindermodel berichte, hier ganz kurz wie es überhaupt dazu kam.

Wie ihr sicherlich wisst bin ich nicht nur Mama sondern auch Hausfrau. Und es ist nicht immer einfach eine Hausfrau zu sein. Das fängt mit dem Wort Hausfrau an und endet mit zahlreichen stinkenden Windeln und Wutausbrüchen. Nein, Spaß beiseite. Ich bin so froh, dass ich die Zeit zuhause mit meiner Tochter verbringen darf und sie nicht mit 6 oder 8 Wochen in Betreuung geben musste. Ich weiß zu schätzen, dass das finanziell überhaupt möglich ist und bin super dankbar dafür. Hut ab für alle Mamas da draußen, die sich nicht nur um ihre Kinder kümmern, sondern so ganz nebenbei auch noch vollzeit arbeiten müssen. Ihr rockt. Alleinerziehend? Ihr rockt noch mehr.

So, es ist jetzt 23:30 Uhr und Mama sitzt vor ihrem Computer und tippt fröhlich vor sich hin. Früher, und damit meine ich pre-baby, hätte ich hier ganz entspannt gesessen, mir einen Tee gemacht und gedacht: „die Nacht ist ja noch jung! Morgen einfach ein bisschen länger schlafen.“

Tja, diese Zeiten sind vorbei. Jetzt denke ich ständig „schnell ins Bett, wer weiß wann die Kleine morgen aufwacht.“ Aber damit nicht genug, da kommt noch ein anderer Gedanke: „Was zur Hölle mache ich nur, wenn sie heute Nacht mit Zahnschmerzen aufwacht??“ HORROR.

Ich sitze gerade in der Sonne und esse ein Eis. Eigentlich würde ich mein Eis gerne abends vorm Fernseher bei einer neuen Folge Grey’s Anatomy (ja, ich schaue die Serie immer noch..) essen, aber leider hat mein Kind seit Neustem beschlossen, dass Schlafen nur etwas für kleine Babys ist – und sie ist ja schließlich kein Baby mehr. Deshalb – wenn ein Eis, dann jetzt. Jetzt oder nie. Ich habe mich für jetzt entschieden und genieße es in vollen Zügen. Außerdem genieße ich die Sonne. Wann war es das letzte Mal so heiß im Februar? Egal wie, ich genieße das jetzt einfach mal. Wer weiß, wann das kleine Monster wieder aufwacht.