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Häufig werde ich gefragt, wie denn so ein Fotoshooting mit Kindermodels abläuft. Vor ein paar guten Wochen durfte Little H mal wieder modeln und heute möchte ich euch mal von unserer Erfahrung berichten. Bitte beachtet, dass ich keine Ahnung habe, wie das in Deutschland so abläuft, da wir lediglich mit einer Agentur hier in San Francisco gearbeitet haben.

Dann fange ich einfach mal von vorne an. Drei Wochen vor dem Shoot wurden wir von der Agentur informiert, dass Little H zu einem Casting bei Tea Collection in San Francisco eingeladen wurde. Ein paar Tage später war es dann soweit und wir fuhren in die Stadt. Dort angekommen bekamen wir gleich ein Outfit, dass die Kleine anziehen sollte. Noch schnell Name, Größe und Alter auf ein Zettel geschrieben und ab ging es ans “Set”. Dort wartete der Fotograf und ein paar andere Leute, die hinter ihren Computern saßen.

Vielleicht lag es an den Snacks vor Ort, aber an diesem Tag war die Maus so ganz und gar nicht schüchtern und hat lieb gelächelt und freudig ihre Ärmchen in die Luft gestreckt, ganz so, wie der Fotograf das wollte. Danach gab es dann noch mehr Snacks und ich fuhr mit einem sehr glücklichen Kind weiter zum Einkaufen.

Die Zusage

Eine Woche später erhielten wir dann die Nachricht, dass Little H ausgewählt wurde und „on hold” gehalten wurde. Okay, das war neu für mich. Bei den letzten zwei (und einzigen) Fotoshootings wurde sie gleich gebucht, zum Glück ohne vorher zu einem Casting zu müssen. Mir war es ziemlich egal, ob nun tatsächlich etwas aus diesem „on-hold“ werden würde oder nicht, da wir das Ganze ohnehin nur zum Spaß machen. 

Ein paar Tage später erhielt ich dann die Info, dass die Kleine gebucht sei und wir doch bitte zu einem „Fitting” nach San Francisco fahren sollten. Auch das war mir neu. Ein Unternehmen, dass vorher checkt, ob ihre Kleidung auch tatsächlich passt? Das klang ein wenig professioneller als unsere bisherige Erfahrung.

Die Anprobe

Ein paar Tage später fuhren wir also zum zweiten Mal in die Stadt. Dort angekommen, bekam die Kleine drei Outfits, die sie anprobieren sollte. Vor Ort waren diverse Schneiderinnen, die das angezogene Outfit überprüften und Änderungen vornahmen. Übrigens wurde die Maus für die Kleidergröße 12-18 Monate gebucht – sie ist eben doch eher klein und zierlich.

Bis auf ein Outfit war alles perfekt und nach 20 Minuten und weiteren Snacks ging es dann wieder nach Hause. Vor Ort hatten wir übrigens noch erfahren, dass wir am Freitag zum Shooting kommen sollten. Am Donnerstag vor dem Termin erhielt ich dann die Details: wir sollten doch bitte um 8:45 Uhr in der East Bay sein. Ähm…bitte? So früh? Mit Verkehr würden wir ja schon total früh losfahren müssen. Also ging es am Donnerstag relativ früh ins Bett. 

Das Fotoshooting

Aber kein Problem, der frühe Vogel fängt den Wurm und da wir den sonst so ganz und gar nicht fangen, hatte ich absolut kein Problem damit, mir den Wurm mal anzusehen. Morgens ging es also dann durch San Francisco und einmal über die Bay Bridge. Wir kamen rechtzeitig im Studio an (ich war ganz schön stolz auf mich!) und mein erster Eindruck war super: man wusste sofort, wer wir sind und wurden nett begrüßt. 

Überall wimmelte es von Angestellten. Ein netter Opa nahm die Arbeitserlaubnis der Kleinen entgegen und überprüfte alles. Danach durften wir uns am Frühstücksbuffet bedienen und die Maus nutzte die Spielecke aus. Irgendwann wurde uns gesagt, dass wir nun in die Maske gehen könnten. Ich war gespannt.

Da stand er dann, der Stuhl vor diesem großen Spiegel mit den ganzen Glühbirnen ringsherum. Wie im Film, dachte ich mir. Keine Angst, die Kinder werden hier nicht geschminkt oder so. Es gab lediglich ein bisschen Feuchtigkeitscreme ins Gesicht und sie machten der Maus zwei kleine Zöpfchen.

Schuhe, Schuhe und noch mehr Schuhe

Dann ging es zur Garderobe, wo eine der Schneiderinnen uns auch schon das erste Outfit reichte. Auf dem Tisch lagen Schuhe in allen Farben und Größen – die Kleine war bei diesem Anblick in Heaven. Angezogen und mit einer ruinierten Frisur ging es dann wieder zurück in die Maske, wo ihre Zöpfchen wieder gerichtet wurden.

Endlich war es soweit, es ging los. Da kam auch schon der nette Mann, dessen einzige Aufgabe es war, die Kinder zum Lachen zu bringen. Er hatte alles dabei, was das Kinderherz begehrt: Seifenblasen, Spielsachen, Klanghölzer und vor allem eine lustige Art. Ich blieb hinter der Wand stehen und beobachtete die Maus. Am Anfang so, dass sie mich sehen konnte, aber schnell stellte ich fest, dass sie mich gerade so ganz und gar nicht vermisst.

Also stellte ich mich zu den anderen hinter den Bildschirm und sah mir die Fotos an, die live auf dem Bildschirm aufpoppten. Alle schienen zufrieden zu sein und nach einer kurzen Zeit durften wir dann auch schon wieder in die Garderobe um das nächste Outfit anzuziehen. Gesagt, getan. Dann durften wir noch ein bisschen warten, da gerade andere Kinder am Set waren. Aber eine Pause schadet ja nie. Ich habe sie genutzt und mich mit den anderen lieben Mamas ausgetauscht.

Weiter geht’s!

Dann wurde wieder die Frisur gerichtet und die Maus rannte schon fröhlich ans Set. So lief das dann auch mit dem dritten Kleidchen ab und alle waren sehr zufrieden. Da das ein oder andere Kind an diesem Tag nicht ganz so gut gelaunt war, wurden wir gefragt, ob wir nicht noch für ein viertes Outfit bleiben möchten. 

Der Opa, der anfangs die Arbeitserlaubnis kontrolliert hatte, stellte noch einmal sicher, dass die Maus auch wirklich fit war. Seine Ansicht war nämlich, dass jedes Kind das Fotoshooting glücklich und lächelnd verlassen sollte. Eine tolle Einstellung wie ich fand. Da die Kleine mir aber ohnehin schon mehrmals gesagt hatte, dass sie jetzt nicht nach Hause möchte, war ich der Sache nicht abgeneigt.

Also gab es ein letztes Outfit und wieder zurück ans Set. Dort gab der Kinderanimateur mal wieder sein Bestes und ich konnte auf dem Bildschirm verfolgen, wie viel Spaß die Maus dabei hatte. Auch die anderen waren alle begeistert und wollten wissen, ob sie denn immer so fröhlich sei.

Ein toller Vormittag neigt sich dem Ende zu

Nach drei Stunden und vielen Snacks später war das Ganze dann zu Ende und wir stiefelten zum Spielplatz nebenan, wo die Kleine noch ihre letzte Energie rauslassen durfte. 

Das war er also, der Ablauf dieses Fotoshoots. Ich bin noch immer sehr begeistert davon, wie professionell alles abgelaufen ist. Alle waren super lieb und haben sich sehr viel Mühe gegeben. Das Beste und Wichtigste? Little H hatte einen wunderschönen Tag und ganz viel Spaß bei der „Arbeit”. So soll es sein und wäre dem nicht so, dann würden wir das auch nicht machen. Denn keine
Sorge: ich bin definitiv keine der Mamas, die ihr Kind zu irgendetwas zwingt, weil sie es unbedingt will. Wir machen das lediglich „just for fun” und freuen uns einfach ganz doll auf die Fotos.

Würdet ihr euer Kind auch modeln lassen? Oder habt ihr sogar Erfahrung? Wenn ihr dagegen seid – was sind die Gründe dafür? Freue mich über eure Kommentare!

 

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