Kennt ihr diese Frauen die sagen, dass sie so gerne schwanger waren und sie es fast vermissen, kein Baby mehr im Bauch zu haben? Das war ich nach der ersten Schwangerschaft. Ich habe so ziemlich jede Minute genossen (außer diese Rippenschmerzen) und fand alles super aufregend: da war das wachsende Bäuchlein, das erste Kribbeln im Bauch und dann das Hinundhergewälze im dritten Trimester. Ach, es war so wunderschön und ich war so gespannt was als nächstes passieren würde.

Die zweite Schwangerschaft - anders als die Erste?

Der Gedanke an die Geburt war in der ersten Schwangerschaft natürlich allgegenwärtig, aber ich hatte ja keine Ahnung was mich da erwarten würde. Ich freute mich so sehr auf unsere Tochter und dachte mir nur immer, dass es schon so viele andere geschafft haben – du wirst es auch irgendwie hinkriegen.

Dem war dann auch so. Eine schnelle und unkomplizierte Geburt, aber auch noch heute – zweieinhalb Jahre später -, denke ich daran, wie sehr es geschmerzt hat. Aber naja, so ist das eben. Diese Schmerzen gehören dazu. Was, wenn man sie nicht hätte? Würde man dann trotzdem genauso fühlen wenn man endlich sein Baby im Arm hält?

Wie auch immer, alles was ich sagen möchte ist Folgendes: diesmal ist alles ein bisschen anders. Hauptsächlich ist es anstrengender, man weiß was auf einen zu kommt und dann sind da noch die Wehwehchen wie vorzeitige Wehen, die ich so ganz und gar nicht aus der ersten Schwangerschaft kenne.

Ruh dich aus so viel du kannst

Ha, genau hierin liegt vermutlich der Fehler. Ruh dich aus! Schonmal probiert auszuruhen, wenn ein Kleinkind durch die Gegend springt und auf ganz interessante Ideen kommt? Ach, und dann ist da noch die Sache mit den Ohren – denn diese scheinen ganz offenbar schlecht zu hören.

Natürlich sieht das vermutlich ganz anders aus, wenn man ab und zu ein bisschen Unterstützung und somit eine Auszeit durch Oma und Opa hat – wenn dem bei euch so ist, dann genießt es; ich beneide euch auch nur ein klein Bisschen darum. Ausruhen ist somit bei mir eher selten angesagt. Wenn ich wirklich eine Auszeit brauche, dann muss ich warten bis Papa nach Hause kommt. 

Dann sind da noch diese Rippenschmerzen und die sind diesmal noch extremer als in der ersten Schwangerschaft. Ein Spaß sage ich euch. Ich bin der Überzeugung, dass ich das Ganze so viel mehr genießen könnte, wenn ich nicht diesen konstanten Schmerz hätte. Aber da muss man durch, denn von Schmerzmittel in der Schwangerschaft halte ich nicht sehr viel.

Aber jetzt genug

Ihr Lieben, bitte entschuldigt meine Jammerei. Vielleicht könnt ihr mir ja verzeihen, schließlich stehe ich so dicht vor der Geburt und da wird alles ein bisschen anstrengender. Und im Großen und Ganzen darf ich mich absolut nicht beschweren – ich bin gesund, habe keine Schwangerschaftsdiabetes oder ähnliches. 

Außerdem bringt eine zweite Schwangerschaft auch so viele tolle Dinge mit sich. Man kann seine Bäuche der beiden Schwangerschaften miteinander vergleichen, es kommen schöne Erinnerungen auf und es gibt vermutlich nichts Schöneres, als das große Geschwisterchen dabei zu beobachten, wie es den Bauch streichelt und dem Baby ein Küsschen gibt. Da wird einem ganz warm ums Herz.

Außerdem habe ich so hart dafür gekämpft, noch einmal schwanger zu sein. Ich sollte es also in vollen Zügen genießen. Und auch wenn es sich gerade nicht danach anhört – ich genieße es. Schmerzen hin oder her. Ich genieße die Tritte und die kleinen Füßchen, die ganz fest gegen meine Bauchwand drücken und zurückzucken, wenn ich darüber streichle. Ich genieße es, stundenlang am Tag die Hand auf meinen Bauch zu legen und meinem Baby so nah zu sein.

Ich genieße es wirklich und werde vermutlich drei Monate nach der Geburt wieder dieses Gefühl vermissen, ein Baby in mir zu tragen. Denn sind wir mal ehrlich: eine Schwangerschaft ist etwas ganz Besonderes. Etwas Magisches, ganz Wundervolles. In mir wächst ein kleines Wunder, mein Wunder. Und ich wünsche euch allen so sehr, dass ihr das auch erleben dürft – mit allen Höhen und Tiefen. Gebt die Hoffnung nicht auf,

 

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