Mein Mann vor Kurzem so zu mir: „ach, dein Playdate ist in El Grenada? Super! Dann kannst du dort ja noch schnell in die Post reinspringen, hätte da noch ein Paket das weg muss.” HAHA.

Mit einem entsetzten Gesichtsausdruck schaue ich ihn an und suche nach Worten. Mal schnell in die Post reinspringen?! Mit zwei Kindern?! Dein Ernst?

Er daraufhin: „ähm…ja?!”

Mit zwei Kindern mal eben wo reinspringen

Daraufhin erkläre ich ihm – für seinen Geschmack ein bisschen zu ausführlich – wie anstrengend es ist, mit zwei Kindern „mal eben irgendwo reinzuspringen”:

Die Große abschnallen, aus dem Auto wurschteln (evtl. noch einmal gegen ihren Willen auf ihr Töpfchen setzen – ja, wir haben ein Töpfchen im Auto und ja, es sollte mal wieder gereinigt werden).

Mit ihr ums Auto herumlaufen und die Kleine samt Babyschale aus dem Auto hieven. Mich währenddessen fragen, ob mein Kind so zugenommen hat oder ob ich wirklich so schwach bin (mentale Notiz: das nächste Mal in der Gym die Arme trainieren! Apropos Gym: ich sollte mich mal wieder aufraffen…)

Entsetzt feststellen, dass man ja den Kinderwagen braucht, auf den man die Babyschale klicken kann, da man ja noch eine Hand für das Paket braucht.

Moment mal: das Paket! Das ist so riesig, da braucht man zwei Hände. Oder kann man es irgendwie auf den Kinderwagen stellen, ohne dabei das Baby zu verletzten?!

Wohl eher nicht. Also doch lieber die Trage mitnehmen. Okay.

Hmm. Also muss ich mir das Baby umbinden und die Große vermutlich noch kurz an die Hand nehmen und ich muss dieses große Paket mit zwei Händen tragen? Irgendwas stimmt hier nicht.

Apropos Trage: dann muss ich ja vermutlich die Kleine wecken?! Und nicht nur das: ich muss sie abschnallen, in die Trage packen, nach der ganzen Prozedur wieder auspacken und wieder anschnallen. Schon allein diese Aktion dauert vermutlich 5 Minuten…

Inmitten meiner lauten Gedanken unterbricht mich mein Mann: „stell dich doch nicht so an.” 

Oha. Whoosa Bine, WHOOSA. Sein ernst?!

Vermutlich ist es mein (vor Wut) rotwerdender Kopf, schließlich lenkt er ein und sagt, dass er es ja auch machen kann. Glück gehabt. Also er.

Geht’s dir ähnlich? Mal “eben” irgendwo reinspringen, so wie ich das früher gemacht habe, ist nicht mehr. Mit einem Kind war es schon anstrengend genug, aber mit zwei Kindern ist es ein wahnsinniger Aufwand.

Diese An- und Abschnallerei mit zwei Kindern bringt mich noch um den Verstand. Es ist irgendwie lästig. Und das für 3 Minuten auf der Post? Hm. Wobei es mir nicht lieber wäre, wenn man dort eine viertel Stunde warten müsste. Aber ihr wisst bestimmt was ich meine.

Die Kids mal eben im Auto lassen? Nee. Ich weiß nicht so genau wie das bei euch in Deutschland ist, aber hier ist das bei kleinen Kindern absolut verboten (wobei ich zugeben muss, dass ich vor zwei Jahren tatsächlich mal kurz die schlafende Maus im Auto gelassen habe und in den Starbucks gesprungen bin, um dort meine über die App bestellten Kaffees vom Tresen zu reißen und schnell wieder aus dem Laden zu rennen – es hat keine Minute gedauert, Auto stand direkt vor der Eingangstür und es war weder warm noch kalt an diesem Tag – trotzdem habe ich mich ziemlich kriminell gefühlt).

Also, zurück zum Thema. Schnell ist nicht mehr, schnell war gestern. Heute kostet es tatsächlich Überwindung, mal eben etwas zu erledigen. Da wägt man schon ab, wie wichtig etwas ist. Wie ist das bei dir so? 

Normalerweise bin ich relativ unkompliziert, aber beim “mal-eben-wo-reinspringen” hört’s bei mir auf. Vielleicht legt sich das ja wieder wenn die Kleine älter ist. Bis dahin kann mein Mann seine Pakete schön selbst zur Post bringen.

Liebste Grüße,

deine Bine

 

 

1 Antwort
  1. Anna
    Anna sagte:

    hahaha, Männer!! Kommt mir irgendwie so bekannt vor. Ich ignoriere solche irrsinnigen Ideen meist. Wünsche dir noch einen schönen Sonntag!

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