Anstrengende Leute und Radtour

Wieder eine Woche rum, wieder eine Woche älter und wieder eine Woche meines Lebens vergangen. Es ist wirklich verrückt, wie schnell die Zeit manchmal verfliegt. Würde ich nicht jedes Wochenende diesen Pit & Peak Beitrag verfassen, dann würde es vermutlich komplett an mir vorbei gehen, wie schnell doch eine Woche nach der anderen verfliegt. Im Großen und Ganzen war diese Woche ziemlich unspektakulär. Hier ist wieder der ganz normale Wahnsinn alias Alltag eingekehrt. Playdates, Gassigehen, Strandspaziergänge, Wäsche waschen, putzen – es war eine Woche wie viele andere.

The Pit…

Eigentlich fällt mir im Moment gar kein richtiges Tief ein. Eigentlich ja super, oder? Da es also kein tiefes Tief gibt, hier eine Situation, in der ich mich geärgert habe. Am Samstag war ich nämlich auf einer Grillparty mit ehemaligen Kollegen aus der Schule. Dieses Event wird jedes Jahr von meiner ehemaligen Chefin gehostet. Sie ist die Allerbeste. Leider hat sie mir jetzt verkündet, dass auch sie in zwei Monaten zurück an die Ostküste gehen wird. Auch wenn ich es sehr gut verstehen kann, werde ich sie vermissen. Außerdem zeigt es einem mal wieder, dass hier ALLE irgendwann gehen. Ich kann euch gar nicht sagen, von wie vielen Freunden ich mich hier in der Bay Area schon verabschiedet habe.

Nun gut, zurück zum Thema. Ich war gerade bei der Grillparty angekommen (nach einer Stunde Fahrt), Kind saß noch im Kinderwagen und ich hatte noch nicht einmal alle begrüßt, da wurde mir folgende Frage gestellt: „Sprichst du mit deiner Tochter eigentlich Englisch oder Deutsch?“ Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich an einer deutschen Schule gearbeitet hatte und somit fast nur Deutsche auf diesem Grillfest waren. Wie auch immer, ich habe dann erklärt, dass ich mit meiner Tochter den Tag über Englisch spreche, mein Mann und ich aber dann zu Deutsch switchen wenn er von der Arbeit kommt und wir ja generell sehr viel Zeit mit Omas und Opas, sowie Freunden am Telefon verbringen.

Kaum hatte ich das ausgesprochen, durfte ich mir die tollsten Dinge anhören: „Oh mein Gott, tu das bloß nicht! Wie kannst du nur?! Das ist doch schrecklich! Völlig unnatürlich, nicht auf deiner Muttersprache mit deinem Kind zu reden. Also das ist ja gar nicht gut. Das verstehe ich gar nicht.“ Und so weiter. Um ehrlich zu sein habe ich in diesem Moment versucht auf Durchzug zu schalten und habe meiner innerlich aufsteigenden Wut verboten, ihr Gesicht zu zeigen: „Da stehst du drüber, Bine!“

Deshalb habe ich dann nur kurz geantwortet und gesagt, dass das ja zum Glück jeder so machen kann wie er möchte und ich sehr zufrieden bin, wie wir es machen. Schließlich geht mein Kind noch nicht in einen amerikanischen Kindergarten. Zudem ist mir super wichtig, dass sie Englisch lernt und ihre Freunde versteht – denn fast all unsere Freude sind Amerikaner. Außerdem hat es auch mit Integration zu tun – ich kenne nämlich zahlreiche Deutsche, die gerne Deutsch mit ihren Kindern oder Freunden sprechen – ganz egal, ob Amerikaner dabei stehen oder nicht. Das finde ich rücksichtslos und signalisiert irgendwie, dass man sich nicht so wirklich integrieren möchte. Hinzu kommt, dass meine Tochter eine Amerikanerin ist – also soll sie die Sprache am Ende genauso beherrschen wie die Deutsche.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich habe es dann dabei belassen, habe die restlichen doofen Kommentare ignoriert, ein Lächeln aufgesetzt und gesagt: „ihr habt es so gemacht, ich mache es eben anders. Jeder wie er will.“ Und dann bin ich einfach weggelaufen um meinen inneren Frieden zu bewahren. Bitte nicht falsch verstehen – natürlich darf man anderer Ansicht sein als ich. Aber die Art und Weise, wie ich dort angefahren wurde, war äußerst unfreundlich und wie die Amerikaner so schön sagen: judgemental.

The Peak…

Der heutige Sonntag war mein Höhepunkt der Woche. Gegen Mittag sind nämlich mein Mann, die Maus und ich auf eine Radtour in den Hafen gegangen. Dort in der Nähe sind wir dann noch einen Hügel hochgefahren und haben die schönen Trails ausgenutzt und die Aussicht genossen. Nachdem wir uns ausgepowert hatten, haben wir einen Stopp in der Brauerei eingelegt, wo wir draußen in der Sonne saßen und ein leckeres Essen genossen haben.

Als wir dann wieder zuhause waren, habe ich das tolle Wetter noch ein bisschen ausgenutzt, habe mich in meine Hängematte gelegt (die beste Investition EVER) und habe einen kleinen Mittagsschlaf gemacht. Himmlisch! Danach haben wir dann wieder unsere sieben Sachen gepackt und sind mit den Hunden zum Meer gelaufen. Dort haben wir uns dann nochmal ein Stündchen in die Sonne gelegt, haben mit den Hunden gespielt und aufs Meer geschaut, während die kleine Maus ihren überfälligen Mittagsschlaf nachgeholt hat. Einfach ein wundervoller Tag. Zuhause angekommen haben wir dann noch ganz schnell Ordnung gemacht und jetzt werden wir einfach noch ein bisschen unseren Abend genießen – was will man mehr.

And Everything in Between…

Diese Woche durften wir noch das Neugeborene unserer Freundin kennenlernen, bei der ich kürzlich auf der Babyshower war (hier geht’s zum Beitrag). Sie ist einfach so süß und winzig – und kerngesund! Ich freue mich riesig für meine Freundin. Ansonsten ist nicht sonderlich viel passiert. Es war einfach eine ganz normale Woche – trotzdem schön. Hoffen wir, dass es einfach so weiter geht. So langsam aber sicher muss ich mich auch an die Geburtstagsplanung meiner Tochter machen, denn der zweite Geburtstag steht so langsam vor der Tür. Das war’s für heute meine Lieben,

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